Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
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... der Anfang unserer Website. ... die wir erreichen wollen ! ... die Region für die wir uns stark machen. ... Geschäftsführung, wie Sie uns erreichen: Anschrift, Tel., Fax., E-Mail und Impressum. ... die im Internet sind. ... NUR für Mitglieder zugänglich. ... nach unserem Gründer LUDWIG GERSTEIN, zur Förderung junger Wissenschaftler. ... Kongresse, Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Partnern durchführen.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Ludwig Gerstein-Gedächtnispreis der Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
LUDWIG GERSTEIN - GEDÄCHTNISPREIS
Preisträger 2000: Dr. Christian-Arved Bohn Preisträgerin 2002: Kamilla Kanafa
Preisträgerin 2002: Wiebke Lang Preisträger 2002: Christian Paasche
STATUT FÜR DIE VERLEIHUNG DES
'LUDWIG GERSTEIN GEDÄCHTNISPREISES'
Die Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V. stiftet den 'LUDWIG GERSTEIN GEDÄCHTNISPREIS', in Gedenken an ihren verstorbenen Gründer und Vorsitzenden Herrn Assessor des Bergfachs Ludwig Gerstein, an junge Wissenschaftler der Universität Dortmund für besondere Leistungen im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Durch diese Preisverleihung soll für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein Anreiz geschaffen werden, sich mit Chancen und Problemen der Region auseinanderzusetzen. Es soll ferner ein Beitrag zur Förderung der regionalen wie internationalen Attraktivität des westfälischen Raumes geleistet werden.

Der 'LUDWIG GERSTEIN GEDÄCHTNISPREIS' besteht aus einem Geldbetrag in Höhe von 3.000,00 DM. (~ 1.500,00 Euro, Anm. d. Red.)

Vorschläge können aus allen Fachbereichen der Universität Dortmund eingereicht werden. Die Arbeiten müssen den Intentionen des Stifters entsprechen. Den Vorschlägen ist neben der schriftlichen Arbeit eine Kurzvita des/der Vorgeschlagenen und ein Kurzgutachten des betreuenden Professors/Dozenten beizufügen, in dem der Entscheidungsvorschlag begründet wird.

2. Entscheidungsgremium

Das Entscheidungsgremium besteht aus 3 Personen:

    der Rektor der Universität Dortmund
    der Vorsitzende des Vorstandes der Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
    ein weiterer Vertreter der Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Vertretungen sind zulässig.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

3. Entscheidungskriterien

Angestrebt wird, dass jeweils eine Diplomarbeit oder Dissertation ausgezeichnet wird, die sich mit Chancen und Problemen der Region befasst und zwar insbesondere aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Soziales und Raumordnung.
Auszeichnungswürdig ist eine Arbeit auch dann, wenn sie einen Bezug zur Strukturpolitik oder zum Strukturwandel hat.

Bei der Auswahl ist Wert zu legen auf:

a) die wissenschaftliche Originalität und den Innovationswert der Arbeit
b) die Anwendbarkeit oder Relevanz der Ergebnisse
c) die Ausstrahlung - bei einer denkbaren Würdigung durch den 'LUDWIG GERSTEIN GEDÄCHTNISPREIS' - sowohl für die Universität Dortmund und die Region Westfalen als auch für den Preis selbst.

4. Form der Verleihung

Die Verleihung erfolgt in der Regel im Wintersemester alle zwei Jahre, erstmals erfolgte sie im WS 1988/89 aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Universität Dortmund. Prämiert werden Arbeiten aus dem zurückliegenden Wintersemester und dem laufenden Sommersemester, wobei entscheidend das Datum der Aushändigung der jeweiligen Urkunde ist.
Die Universität Dortmund erstellt die Verleihungsurkunde.
Die Verleihung erfolgt in einer Feierstunde, in der der Rektor und der Vorsitzende der Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V. den/die Preisträger/-in und seine/ihre Arbeit würdigen.

Aus Anlass der Preisverleihung werden Gäste des öffentlichen Lebens eingeladen, insbesondere Vertreter der Stadt, Vertreter von Wissenschaft und Wirtschaft, der Gesellschaft der Freunde der Universität Dortmund, der Presse sowie weitere Interessenten. Die Einladung erfolgt durch die Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V. im Einvernehmen mit der Universität Dortmund.

Dortmund, im Februar 2000

Ludwig Gerstein
Assessor des Bergfachs
Gründer und Vorsitzender der Ruhrstruktur
(Vorläuferin der Westfalenstruktur)
In Rotterdam 1928 geboren, wuchs Ludwig Gerstein in Dortmund auf. Nach dem Abitur am humanistischen Stadtgymnasium folgten seine Studienjahre in Freiburg und Aachen. Nicht nur im Studium, auch in der staatlichen Referendarausbildung am Oberbergamt in Dortmund und am Bergamt in München sowie bei Bergbaupraktika in Finnland und Südafrika zeigte sich, dass Ludwig Gerstein seinen technisch-naturwissenschaftlichen Beruf niemals isoliert sah.

Ihn interessierten stets die sozialen und politischen Bedingungen und Konsequenzen die aus dem Handeln einer Industriegesellschaft erwachsen. Das zu seiner Zeit obligatorische "studium generale", die Verpflichtung, neben den spezifischen Fächern auch allgemeine Fächer zu belegen, brachten Ludwig Gerstein dazu, sich mit den Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft, der theoretischen Nationalökonomie und staatsrechtlichen Fragen intensiv zu beschäftigen.

Als Assessor des Bergfachs trat Ludwig Gerstein in den Dienst der Dortmunder Bergbau AG, 1963 wurde er Betriebsdirektor und trat im selben Jahr in die CDU ein. 1969 wurde er Bergwerksdirektor der Zeche Hansa in Dortmund-Huckarde und Mitglied im Rat der Stadt Dortmund. Fünfzehn Jahre lang (1970 bis 1985) stand Ludwig Gerstein an der Spitze des CDU-Kreisverbandes Dortmund, dessen Ehrenvorsitzender er bis zu seinem Tode war.

Von 1976 bis 1990, über vier Wahlperioden, gehörte Ludwig Gerstein dem Deutschen Bundestag an. In zwei Wahlperioden leitete er den Ausschuß für Forschung und Technologie, weiterhin lag sein Engagement bei der Energiepolitik. Über viele Jahre war er der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU- Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Bundesfachausschusses Energiepolitik. Nach der Wende war Ludwig Gerstein in diesem Rahmen auch als Berater in den neuen Bundesländern tätig.
In diesem Zeitraum wurden die strukturellen Probleme des Ruhrgebietes, mit der Monostruktur Kohle/Stahl, immer dringlicher. Die Zögerlichkeit der politisch Verantwortlichen einen Wechsel bzw. Umbau herbeizuführen, veranlassten Ludwig Gerstein, zusammen mit Gleichgesinnten, 1982 zur Gründung der "Gesellschaft für Strukturpolitik im Ruhrgebiet - Ruhrstruktur".

Systematische wissenschaftliche Untersuchungen, Durchführung von Seminaren zur Behandlung strukturpolitischer Probleme, Stellungnahmen zu politischen Maßnahmen, Information der Öffentlichkeit - all dies waren die Ziele der Ruhrstruktur und sind heute die Ziele der Westfalenstruktur.

Den wissenschaftlichen Nachwuchs zu Überlegungen über diese Region anzuregen, in Diplom-Arbeiten darzustellen, war 1987 die Grundüberlegung.
1988 förderte die Ruhrstruktur die erste Diplom-Arbeit mit dem Thema: "Unternehmensstandort östliches Ruhrgebiet - Standortfaktoren und deren Auswirkungen auf die betriebliche Erfolgs-, Vermögens- und Kapitalstruktur".

Im April 1989 wurden bereits zwei Diplom-Arbeiten prämiert.

Ludwig Gerstein wurde nicht müde, gerade auch bei den Absolventen der Universität Dortmund, für diese Region zu werben, ihre Lebensqualität aufzuzeigen und auf ihr überragendes Potential hinzuweisen.
Im Oktober 1994 verstarb Ludwig Gerstein nach schwerer Krankheit.

Mit dem 'Ludwig Gerstein Gedächtnispreis' will die Westfalenstruktur den engagierten Menschen ehren, ihn unvergessen machen und auf dem von ihm begonnenen Weg weitergehen.

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