Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
... der Anfang unserer Website. ... die wir erreichen wollen ! ... die Region für die wir uns stark machen. ... Geschäftsführung, wie Sie uns erreichen: Anschrift, Tel., Fax., E-Mail und Impressum. ... die im Internet sind. ... NUR für Mitglieder zugänglich. ... nach unserem Gründer LUDWIG GERSTEIN, zur Förderung junger Wissenschaftler. ... Kongresse, Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Partnern durchführen.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Preisträger 2002 des Ludwig Gerstein-Gedächtnispreises der Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
LUDWIG GERSTEIN - GEDÄCHTNISPREIS 2002
Christian Paasche
Dipl.-Ing. der Raumplanung

* 04. August 1974 in Witten

Kirchweg 71 – 73 
50858 Köln 
Tel.: (0221) 5 40 23 46
Mobil: (0174) 6 81 76 34

E-Mail: christian.paasche@gmx.de

Schulausbildung & Zivildienst
 
08/1985 – 06/1994 Besuch des Gymnasiums Laurentianum in Warendorf
10/1994 – 12/1995 Zivildienst im Joseph-Hospital, Warendorf

Hochschulausbildung
 
10/1996 Immatrikulation im Studiengang Raumplanung, Universität Dortmund
04/2001 – 11/2001 Erstellung der Diplomarbeit - Thema der Arbeit: "Regionale Netzwerke und Cluster zur Profilierung und Positionierung von Wirtschaftsräumen – am Beispiel der Region Münsterland"
01/2002 Studienabschluss als Diplom-Ingenieur der Raumplanung

Studienbegleitende Praktika
 
02/1998 – 04/1998 7-wöchiges Praktikum im Stadtplanungsamt der Stadt Warendorf
08/1998 – 10/1998 6-wöchiges Praktikum beim Kreis Warendorf im Amt für Planung und Naturschutz – Abteilung Raum- und Strukturplanung
06/1999 – 08/1999 6-wöchiges Praktikum im Planungsbüro Junker und Kruse – Stadtforschung & Stadtplanung in Dortmund
02/2001 – 04/2001 6-wöchiges Praktikum bei dem Unternehmen ExperConsult – Wirtschaftsförderung & Investitionen GmbH & Co. KG, Dortmund

Berufliche Weiterbildung
 
02/2002 – 03/2002 zweimonatiges CAD-Anwendertraining (AutoCAD 2002, Architectural Desktop 3.3)
05/2002 – 08/2002 betriebswirtschaftliches Traineeprogramm bei der IHK Nord Westfalen

Berufliche Tätigkeit
 
seit 09/2002 Standortanalytiker im Bereich Controlling-Standortanalytik der Rewe Zentral AG in Köln
In ihrem Kurzgutachten zur Diplomarbeit des Preisträgers "Regionale Netzwerke und Cluster zur Profilierung und Positionierung von Wirtschaftsräumen am Beispiel der Region Münsterland", schreiben die Gutachter Prof. Dr. V. Kreibich und Dr. C. Schönebeck:

Die Periode zum Übergang in das 21. Jahrhundert ist durch tiefgreifende Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Neben dem Strukturwandel, dem Ende des Fordismus und den technologischen Entwicklungen hat insbesondere die weltweite Vernetzung der Wirtschaft zu einer Neubewertung und Neustrukturierung der Wirtschaftsstandorte geführt.

Dieser Umstrukturierungsprozess hat auch die regionalwissenschaftliche Diskussion der vergangenen zwei Jahrzehnte geprägt. Als Folge der veränderten Rahmenbedingungen und des Bedeutungszuwachses kleinerer und mittlerer Unternehmen mit ihren zwischenbetrieblichen Verflechtungsstrukturen konzentriert sich seit Mitte der 80er Jahre die Regionalökonomie und -politik zunehmend auf theoretische Ansätze, mit denen die Bedeutung regionaler Netzwerke und Cluster für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen - und damit für die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes - beschrieben werden kann. Diesen Ansätzen ist gemein, dass sie der innerregionalen Einbindung der Unternehmen in ein kreatives Milieu sowie ihrer räumlichen Nähe zu lokalen Partnern, Kunden, Lieferanten, Forschungsinstituten und anderen Einrichtungen für den einzelbetrieblichen Innovationsprozess eine zentrale Rolle zukommen lassen.

Die Diskussion um regionale Netzwerke und Cluster steht in der Bundesrepublik Deutschland jedoch immer noch am Anfang. Die vorliegende Arbeit leistet durch den Vergleich der grundlegenden theoretischen Ansätze einen bemerkenswerten Beitrag für ein besseres Verständnis ihrer Bedeutung und Wirkungsweise. Die Vorteile und Potentiale regionaler Netzwerke und Cluster werden nachgewiesen und die Schwierigkeiten bei ihrer empirischen Erfassung und Analyse aufgezeigt. Mit der Ableitung allgemeingültiger Handlungsempfehlungen wird schließlich eine fundierte Diskussionsgrundlage für die regionalen wirtschaftsnahen Akteure geschaffen, die es ermöglicht, im Zuge einer gemeinsam getragenen aktiven Standort- und Unternehmensentwicklung spezifische Cluster aufzubauen und die Region in diesen Kernkompetenzen zu profilieren.

Die vorliegende Arbeit geht über die theoretische Diskussion hinaus noch einen Schritt weiter. Ausgehend von dem Vergleich ausgewählter Analysemethodiken zur Ermittlung regionaler Clusterstrukturen leistet sie einen außergewöhnlichen Beitrag zur praktischen Anwendung der ermittelten Erkenntnisse. Anhand des Fallbeispiels Münsterland werden die regionalen Stärken, Schlüsselbranchen und Kernkompetenzen, die aufgrund ihres Verdichtungspotentials für die Herausbildung regionaler Netzwerke und Cluster von entscheidender Bedeutung sind, analysiert und identifiziert.

Die Ergebnisse der Analyse bilden die Grundlage zur Ableitung rahmensetzender Handlungsempfehlungen für den strategischen Aufbau zukunftsfähiger Innovationsnetzwerke und Cluster in der Region Münsterland, welche am Beispiel der Textilindustrie weiter spezifiziert werden. Damit wird den regionalen Entscheidungsträgern ein Einstieg in die aktive Initiierung des Clusterprozesses im Münsterland ermöglicht. Durch regionale Clusterstrategien kann das Münsterland seine Handlungsoptionen erweitern und eine Struktur entwickeln, die zukunftsweisend und zukunftsprägend für die Entwicklung des Wirtschaftsraumes mit ihren Unternehmen ist, und die zur Bildung eines spezifischen Profils im Standortwettbewerb beiträgt.

Aus der Sicht der Gutachter handelt es sich bei der vorliegenden Arbeit um eine herausragende Leistung. Sie sprengt den üblichen Rahmen nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihre Qualität. Die Arbeit überzeugt durch ihre anschauliche und ansprechende Gestaltung. Hinzu kommen didaktische Qualitäten: Die Kapitelstruktur ist logisch und in ihrem Aufbau leicht nachzuvollziehen. Darüber hinaus besticht diese Arbeit besonders durch ihre Originalität und ihre Forschungsorientierung. Der Autor hat mit seiner Arbeit vielfach wissenschaftliches Neuland betreten - und dies äußerst erfolgreich. Dabei hat er das sich selbst gesteckte Ziel der Schaffung eines auf die Clusterbildung basierenden Konzepts zur Profilierung und Positionierung des Münsterlandes als innovativer Wirtschaftsraum im Standortwettbewerb erreicht. Die Ergebnisse der Untersuchung dürften über den engeren Bereich der Region Münsterland hinaus von Interesse sein.

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