Dipl.-Ing.
der Raumplanung
* 04. August 1974 in Witten
Kirchweg 71 – 73
50858 Köln
Tel.: (0221) 5 40 23 46
Mobil: (0174) 6 81 76 34
E-Mail: christian.paasche@gmx.de
Schulausbildung & Zivildienst
| 08/1985 – 06/1994 |
Besuch des Gymnasiums Laurentianum in Warendorf |
| 10/1994 – 12/1995 |
Zivildienst im Joseph-Hospital, Warendorf |
Hochschulausbildung
| 10/1996 |
Immatrikulation im Studiengang Raumplanung, Universität
Dortmund |
| 04/2001 – 11/2001 |
Erstellung der Diplomarbeit - Thema der Arbeit: "Regionale
Netzwerke und Cluster zur Profilierung und Positionierung von Wirtschaftsräumen
– am Beispiel der Region Münsterland" |
| 01/2002 |
Studienabschluss als Diplom-Ingenieur der Raumplanung |
Studienbegleitende Praktika
| 02/1998 – 04/1998 |
7-wöchiges Praktikum im Stadtplanungsamt der Stadt
Warendorf |
| 08/1998 – 10/1998 |
6-wöchiges Praktikum beim Kreis Warendorf im Amt
für Planung und Naturschutz – Abteilung Raum- und Strukturplanung |
| 06/1999 – 08/1999 |
6-wöchiges Praktikum im Planungsbüro Junker
und Kruse – Stadtforschung & Stadtplanung in Dortmund |
| 02/2001 – 04/2001 |
6-wöchiges Praktikum bei dem Unternehmen ExperConsult
– Wirtschaftsförderung & Investitionen GmbH & Co. KG, Dortmund |
Berufliche Weiterbildung
| 02/2002 – 03/2002 |
zweimonatiges CAD-Anwendertraining (AutoCAD 2002, Architectural
Desktop 3.3) |
| 05/2002 – 08/2002 |
betriebswirtschaftliches Traineeprogramm bei der IHK
Nord Westfalen |
Berufliche Tätigkeit
| seit 09/2002 |
Standortanalytiker im Bereich Controlling-Standortanalytik
der Rewe Zentral AG in Köln |
In ihrem Kurzgutachten zur Diplomarbeit des Preisträgers
"Regionale Netzwerke und Cluster zur Profilierung und Positionierung von
Wirtschaftsräumen am Beispiel der Region Münsterland", schreiben
die Gutachter Prof. Dr. V. Kreibich und Dr. C. Schönebeck:
Die Periode zum Übergang in das 21. Jahrhundert ist
durch tiefgreifende Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Neben dem Strukturwandel, dem Ende des
Fordismus und den technologischen Entwicklungen hat insbesondere die weltweite
Vernetzung der Wirtschaft zu einer Neubewertung und Neustrukturierung der
Wirtschaftsstandorte geführt.
Dieser
Umstrukturierungsprozess hat auch die regionalwissenschaftliche Diskussion
der vergangenen zwei Jahrzehnte geprägt. Als Folge der veränderten
Rahmenbedingungen und des Bedeutungszuwachses kleinerer und mittlerer Unternehmen
mit ihren zwischenbetrieblichen Verflechtungsstrukturen konzentriert sich
seit Mitte der 80er Jahre die Regionalökonomie und -politik zunehmend
auf theoretische Ansätze, mit denen die Bedeutung regionaler Netzwerke
und Cluster für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der
Unternehmen - und damit für die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes
- beschrieben werden kann. Diesen Ansätzen ist gemein, dass sie der
innerregionalen Einbindung der Unternehmen in ein kreatives Milieu sowie
ihrer räumlichen Nähe zu lokalen Partnern, Kunden, Lieferanten,
Forschungsinstituten und anderen Einrichtungen für den einzelbetrieblichen
Innovationsprozess eine zentrale Rolle zukommen lassen.
Die Diskussion um regionale Netzwerke und Cluster steht
in der Bundesrepublik Deutschland jedoch immer noch am Anfang. Die vorliegende
Arbeit leistet durch den Vergleich der grundlegenden theoretischen Ansätze
einen bemerkenswerten Beitrag für ein besseres Verständnis ihrer
Bedeutung und Wirkungsweise. Die Vorteile und Potentiale regionaler Netzwerke
und Cluster werden nachgewiesen und die Schwierigkeiten bei ihrer empirischen
Erfassung und Analyse aufgezeigt. Mit der Ableitung allgemeingültiger
Handlungsempfehlungen wird schließlich eine fundierte Diskussionsgrundlage
für die regionalen wirtschaftsnahen Akteure geschaffen, die es ermöglicht,
im Zuge einer gemeinsam getragenen aktiven Standort- und Unternehmensentwicklung
spezifische Cluster aufzubauen und die Region in diesen Kernkompetenzen
zu profilieren.
Die vorliegende Arbeit geht über die theoretische
Diskussion hinaus noch einen Schritt weiter. Ausgehend von dem Vergleich
ausgewählter Analysemethodiken zur Ermittlung regionaler Clusterstrukturen
leistet sie einen außergewöhnlichen Beitrag zur praktischen
Anwendung der ermittelten Erkenntnisse. Anhand des Fallbeispiels Münsterland
werden die regionalen Stärken, Schlüsselbranchen und Kernkompetenzen,
die aufgrund ihres Verdichtungspotentials für die Herausbildung regionaler
Netzwerke und Cluster von entscheidender Bedeutung sind, analysiert und
identifiziert.
Die
Ergebnisse der Analyse bilden die Grundlage zur Ableitung rahmensetzender
Handlungsempfehlungen für den strategischen Aufbau zukunftsfähiger
Innovationsnetzwerke und Cluster in der Region Münsterland, welche
am Beispiel der Textilindustrie weiter spezifiziert werden. Damit wird
den regionalen Entscheidungsträgern ein Einstieg in die aktive Initiierung
des Clusterprozesses im Münsterland ermöglicht. Durch regionale
Clusterstrategien kann das Münsterland seine Handlungsoptionen erweitern
und eine Struktur entwickeln, die zukunftsweisend und zukunftsprägend
für die Entwicklung des Wirtschaftsraumes mit ihren Unternehmen ist,
und die zur Bildung eines spezifischen Profils im Standortwettbewerb beiträgt.
Aus der Sicht der Gutachter handelt es sich bei der vorliegenden
Arbeit um eine herausragende Leistung. Sie sprengt den üblichen Rahmen
nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihre Qualität. Die
Arbeit überzeugt durch ihre anschauliche und ansprechende Gestaltung.
Hinzu kommen didaktische Qualitäten: Die Kapitelstruktur ist logisch
und in ihrem Aufbau leicht nachzuvollziehen. Darüber hinaus besticht
diese Arbeit besonders durch ihre Originalität und ihre Forschungsorientierung.
Der Autor hat mit seiner Arbeit vielfach wissenschaftliches Neuland betreten
- und dies äußerst erfolgreich. Dabei hat er das sich selbst
gesteckte Ziel der Schaffung eines auf die Clusterbildung basierenden Konzepts
zur Profilierung und Positionierung des Münsterlandes als innovativer
Wirtschaftsraum im Standortwettbewerb erreicht. Die Ergebnisse der Untersuchung
dürften über den engeren Bereich der Region Münsterland
hinaus von Interesse sein. |