Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
... der Anfang unserer Website. ... die wir erreichen wollen ! ... die Region für die wir uns stark machen. ... Geschäftsführung, wie Sie uns erreichen: Anschrift, Tel., Fax., E-Mail und Impressum. ... die im Internet sind. ... NUR für Mitglieder zugänglich. ... nach unserem Gründer LUDWIG GERSTEIN, zur Förderung junger Wissenschaftler. ... Kongresse, Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Partnern durchführen.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
 Z I E L E  der Westfalenstruktur - einer Gesellschaft mit großer Ambition. 

Sehr geehrte Damen und Herren,

jede Region muß angesichts der immer schneller fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung für sich eine hohe Attraktivität schaffen, um Perspektiven für die Zukunft der Menschen, der Unternehmen und Arbeitnehmer zu schaffen.

Westfalen ist - im In- und Ausland - aber immer noch die weniger bekannte Hälfte unseres Bundesland Nordrhein-Westfalen und gilt vielfach nur als ein geographisches Anhängsel des Ruhrgebietes.

Westfalenstruktur hat sich zum Ziel gesetzt, die Region nach vorne zu bringen und die herausragende Bedeutung Westfalens als größte Wirtschaftsregion im Herzen Europas auf strukturpolitischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene bewußt zu machen.

Viele Initiativen und Institutionen haben auf diesem Gebiet schon wert- und wirkungsvolle Arbeit geleistet.
Westfalenstruktur will diese Kräfte und Ressourcen im Rahmen einer kooperativen Zusammenarbeit mobilisieren, stärken und zu einer gemeinsamen Kraft bündeln.
Die Region braucht mehr Kooperation, Abstimmung und gemeinsame Aktivitäten.

Es gilt, Westfalen weltweit als eine Region bekannt zu machen, die die Chancen der Globalisierung erfolgreich nutzt und jetzt Weichen stellt für den Erfolg im 21. Jahrhundert.

Machen auch Sie mit - für ein starkes Westfalen!

Unser Ziel: Die Region nach vorne bringen. 
Zu den struktur- politischen Zielsetzungen des Vereins gehören

• die Stärkung der wirtschaftlichen Kraft und Attraktivität Westfalens in nationaler und internationaler Hinsicht

• die wissenschaftliche Bearbeitung und publizistische Auswertung aller Fragen, die im Zusammenhang mit den strukturpolitischen Herausforderungen Westfalens auftreten

• die Förderung der kulturellen Vielfalt und der Kunst.

Westfalenstruktur verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Zur Zielerreichung kann der Verein gemäß Satzungsauftrag mit deutschen oder internationalen Organisationen, die gleichen oder ähnlichen Zwecken dienen, zusammenarbeiten.

Westfalenstruktur will das "Wir-Gefühl" stärken und Gemeinsamkeiten schaffen.
Als Kontaktstelle und "Drehscheibe" vermittelt der Verein Informationen aus erster Hand und qualifizierte Kontakte, gibt Hinweise und öffnet Türen zu neuen Aktivitätsfeldern.

Im Rahmen einer steten Kooperation mit Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik soll besonders auch die Großindustrie als Partner eines starken Mittelstandes gewonnen werden.
Auf diese Weise erzielen wir gerade bei der Präsenz auf ausländischen Märkten, bei der raschen Umsetzung von Innovationen oder als globale Systemanbieter Wettbewerbsvorteile und eine hohe Attraktivität für Westfalen.

Neue Chancen und Herausforderungen des Strukturwandels. 
Auszug aus dem Festvortrag anläßlich der Gründung der Westfalenstruktur am 01. Juli 1996 in Dortmund.

Professor Dr. Gerhard Neipp, Vorstandsvorsitzender der Ruhrkohle Aktiengesellschaft

Der Strukturwandel hat auch Westfalen in den vergangenen Jahren nicht verschont.
Er ist hier bereits weit fortgeschritten.
Damit ist Westfalen weiter als andere Industriestandorte Ost- und Westdeutschlands, die noch mitten in der Umbruchphase stecken und mitvielerlei Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Strukturwandel ist ein kontinuierlicher, natürlicher Prozeß.
"Nichts ist so beständig wie der Wandel", sagte schon der griechische Philosoph Heraklit.
Für Westfalen bieten sich durch den zukünftigen Strukturwandel Herausforderungen und Chancen.
Es gilt, Westfalen weltweit als eine Region bekannt zu machen, die diese Chancen der Globalisierung erfolgreich nutzt und jetzt Weichen stellt für den Erfolg im 21. Jahrhundert.
Ich bin überzeugt, daß die "Westfalenstruktur" dazu einen wichtigen Beitrag leisten wird.

Westfalen hatte für wirtschaftlichen Erfolg immer gute Voraussetzungen dank seiner Mischung aus Großindustrie und Mittelstand.
In früheren Jahren war Westfalen stark von der Montan- und der Textilindustrie abhängig.
Weitere Schwerpunkte sind bis heute Maschinenbau und Elektrotechnik.
Die größten wirtschaftlichen Einbrüche haben in den letzten zehn Jahren Bergbau und Textilindustrie erfahren.
Im Bergbau konnte der Beschäftigungsrückgang trotz eines erheblichen Kapazitätsabbaus sozial verträglich abgefedert werden.
Die Folgen der Firmenzusammenbrüche in der Textilindustrie - den vielen kleinen mittelständischen Unternehmen, die mit der billigen Konkurrenz aus Entwicklungs- und Schwellenländern nicht mehr mithalten konnten - waren
ungleich härter für die Mitarbeiter.
Maschinenbau und die verarbeitende Industrie hingegen konnten ihre Produktion ausweiten und haben sich mit ihren Produkten erfolgreich der Marktentwicklung angepaßt.

Mittelständische Strukturen sind Motor jeden Strukturwandels, denn Unternehmen dieser Größenordnung schaffen die meisten neuen Arbeitsplätze.
Dabei ist unerheblich, ob diese mittelständischen Unternehmen zu einem Konzernverbund gehören oder eigenständig sind.
Westfalen ist hier einen erfolgreichen Weg gegangen.
Lag vor zehn Jahren die Arbeitslosenquote Westfalens je nach Gegend zwischen zwei und fünf Prozent über dem Bundesdurchschnitt, so liegt Westfalen jetzt im Bundesdurchschnitt.

Natürlich gibt es auch innerhalb Westfalens Unterschiede in einzelnen Bezirken.
Schließlich gehören zu Westfalen so verschiedene Gebiete wie das Sauerland, das Münsterland, die Region Lippe-Detmold und die Industriestadt Dortmund.

Dank der Vielfalt der in diesen Gegenden angesiedelten Unternehmen konnte und kann der Strukturwandel auf bestellenden Strukturen aufbauen und sie weiterentwickeln.

Wie Unternehmen entwickeln auch Regionen ihre eigenen wirtschaftlichen Stärken.
Der bekannte Management-Professor Michael Porter hat festgestellt, daß sich Unternehmen tendenziell im Umfeld von Konkurrenten und Zulieferern ansiedeln und daß sich Regionen und Länder auf dieser Basis weiterentwickeln.
Auch bei uns in Deutschland hat die Erfahrung gezeigt, daß ein erfolgreicher Wandel ohne Strukturumbrüche nur aus und mit angestammten Wirtschaftsstrukturen betrieben werden kann.
Der Neuaufbau von Fabriken auf der "grünen Wiese" geschieht viel zu selten.
Im Ruhrgebiet war Opel in Bochum die letzte große neue Industrieansiedlung, und das war 1960.
Westfalen hat auf der Basis von angestammten Industrien wie Maschinenbau, der Möbel- oder Elektroindustrie seine Wettbewerbsposition ausgebaut.

Der Anteil des Dienstleistungssektors wird in Westfalen zwar künftig zunehmen, aber dies werden in erster Linie industrienahe Dienstleistungen sein.

Westfalen hat bei seinem Strukturwandel seine komparativen Vorteile bei der Diversifizierung genutzt.
Obwohl beispielsweise Wirtschaftssektoren wie Medien oder Telekommunikation als Zukunftsmärkte gelten, sind die Mehrzahl der neuen Arbeitsplätze beim warenproduzierenden Gewerbe entstanden.
Der Dienstleistungssektor wuchs in den vergangenen zehn Jahren nur um ein Prozent.
Die Stärke Westfalens liegt in seinem Charakter als Industriestandort.
Die vorwiegend mittelständische Industrie hat gelernt, flexibel auf Marktentwicklungen zu reagieren.
Im heutigen internationalen Wettbewerb frißt nicht der Große den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen.
Diese Stärke Westfalens als Industrieregion darf im Wettbewerb der Standorte in Europa nicht vergessen oder vernachlässigt werden, da ein hoher Anteil der Wertschöpfung in Westfalen von der Industrie abhängig ist.

Westfalens Zukunft bei einer Globalisierung der Produktion.

Neben der Bergbautechnik sind in Westfalen auch andere Wachstumsbranchen heimisch, die die industrielle Zukunft mitgestalten werden.
Dennoch wäre es verkehrt, sich zurückzulehnen und sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen.
Westfalen ist keine Insel der Glückseligen.

Nicht nur liegt die Arbeitslosenquote nach wie vor im Bundesdurchschnitt - und der liegt bei unerfreulichen 10%.
Auch die Welt um uns herum bleibt nicht stehen.
Die zunehmende Globalisierung der Märkte spüren wir alle täglich am eigenen Leib.

Wir müssen in Deutschland im Großen und Westfalen im Kleinen noch große Anstrengungen unternehmen, wenn wir in diesem globalen Wettbewerb mithalten wollen.
Mit vielen unserer Produkte können wir bislang weltweit noch Spitzenpositionen einnehmen, bei anderen hat uns die Konkurrenz schon überrundet.
Wir brauchen drastische und schnelle Veränderungen in der derzeitigen schwierigen Situation der deutschen Wirtschaft, wenn wir den Standort Deutschland fit für die Zukunft machen und verlorene Märkte zurückerobern wollen.
Noch sind unsere ausgewiesene technologische Kompetenz, unsere hochqualifizierten Mitarbeiter und eine insgesamt gute Infrastruktur Pluspunkte auf unserer Seite.
Doch das allein reicht nicht.
Wie brauchen vor allem eine schnellere Umsetzung von Innovationen in marktfähige Produkte.
Das werden wir allerdings nur dann erreichen, wenn wir die Motivation und Kreativität unserer Mitarbeiter fördern und voll ausschöpfen.
Wir können uns hohe Löhne und einen besseren Lebensstandard am Standort Deutschland nur dann leisten, wenn wir einen mehrjährigen Innovationsvorsprung gegenüber unseren ausländischen Wettbewerbern haben.

Also gilt es zu überlegen, wie wir für hohe Löhne entsprechend hohe Leistungen der Mitarbeiter bekommen.
Wir können auf den hohen Qualifikationen unserer Facharbeiter aufbauen und müssen erreichen, daß beispielsweise der deutsche Ingenieur motivierter und kreativer ist als sein ausländischer Kollege mit geringerem Einkommen.
Genauso ist jedoch die Unternehmensleitung gefragt, die Produktions- und Verwaltungsstrukturen an die veränderten Anforderungen und Leistungen der Mitarbeiter anpassen muß.
Hierbei muß alles auf dem Prüfstand stehen:
Arbeitsorganisation und Arbeitsabläufe genauso wie der Abbau von Hierarchien und die Stärkung der Eigenverantwortung des einzelnen.

Unterstützt werden wir als Unternehmer dabei von den Möglichkeiten der modernen Informationstechniken.
Sie bieten große Chancen zur Entlastung der Mitarbeiter von Routinetätigkeiten, um ihnen mehr Zeit zur Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen zu lassen.
Dabei muß jedoch klar sein, daß die Entwicklung von Konzepten für schnell greifbare Erfolge Priorität haben muß.
Wir wissen alle, daß eine deutliche Schwäche der deutschen Wirtschaft in der augenblicklichen Technologie- und Forschungsstruktur liegt.
Forschung und Entwicklung sind im Zuge unserer Rationalisierungsbemühungen vielfach zu kurz gekommen.
Dennoch kann Grundlagenforschung nicht in den FuE-Abteilungen eines Unternehmens betrieben werden, dazu sind die Universitäten da.
Hier bietet sich eine viel intensivere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung an, Auftragsforschung, von der Wirtschaft unterstützte Projekte, die mit doppeltem Nutzen nicht nur Wissenschaftler in Deutschland fördern, sondern auch die Innovationskraft Deutschlands stärken.
Wir haben hier in Westfalen allein fünf renommierte Universitäten, von den Fachhochschulen gar nicht zu sprechen - dieses Potential sollten wir verstärkt nutzen!

Wenn wir die Grundlagenforschung den Universitäten überlassen, so müssen wir in unseren Unternehmen die dort gewonnenen Ergebnisse in wettbewerbsfähige Produkte umwandeln.
Dabei muß Kundenorientierung oberstes Gebot sein.
D.h.: die vom Kunden gewünschten Eigenschaften und Funktionen eines Produktes müssen in einfachster Form bei hoher Qualität, Umweltfreundlichkeit und Zuverlässigkeit hergestellt werden.
Wir dürfen unser hohes technisches Know-how nicht für die Entwicklung von hochspeziellen technischen Kunstwerken einsetzen, sondern müssen im Interesse unserer Kunden bei insgesamt hochgesteckten Zielen immer den einfachsten Weg gehen.

Westfalen kann als Standortvorteil die Bündelung von innovativen dynamischen Kräften, Risikobereitschaft, technischem Know-how und kompetentem Management bieten.
Hier können Synergien jedoch noch viel stärker genutzt werden als bisher.

Auch einzelne Unternehmen können Allianzen bilden, um zusammen am Weltmarkt zu bestehen.
Gerade bei kleinen und mittelständischen Firmen bietet sich eine solche Zusammenarbeit an, weil sie schon angesichts ihrer personellen Stärke und der Größe ihres Umsatzes allein meist gar nicht in der Lage sind, ausländische Märkte zu erschließen.
Die Großindustrie sollte als Partner für den Mittelstand gewonnen werden.

Durch solche Unternehmenskooperationen können Kräfte gebündelt, Know-how geteilt, Kosten gespart und der Umsatz zum Nutzen aller Beteiligten vergrößert werden.
Durch Kooperationen lassen sich Verbundvorteile wie beim Großunternehmen auch für mittlere und kleinere Betriebe erreichen, ohne daß sie die Vorteile ihrer Größe und ihrer Flexibilität aufgeben müssen.

Westfalenstruktur bündelt Erfahrung. 
Am 22. März 1982 wurde in Dortmund unter Beteiligung von Unternehmern, Selbständigen und Führungskräften aus Wirtschaft und Verbänden die Gesellschaft für Strukturpolitik im Ruhrgebiet e.V. - kurz: RUHRSTRUKTUR - gegründet.

Die Gründung 1982 fand in einer Zeit statt, in der noch viel mehr von der Strukturkrise selbst als vom Strukturwandel die Rede war.
Gegenüber den düsteren Perspektiven und Sorgen lautete das satzungsgemäße Ziel der Gesellschaft:

"Den Menschen, die im Ruhrgebiet leben, sollen wieder Zukunftsperspektiven gegeben werden."

Im Rahmen der selbstgestellten Aufgaben gab der Verein Anregungen zum Strukturwandel, förderte neue Entwicklungen und vermittelte besonders durch die Auszeichnung wissenschaftlicher Arbeiten jungen Menschen berufliche Hilfestellungen und Perspektiven.

Wohl kaum ein Politiker hat den Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen so intensiv begleitet wie der ehemalige Bundestagsabgeordnete, Assessor des Bergfachs Ludwig Gerstein aus Dortmund, Gründer und bis zu seinem Tod Vorstandsvorsitzender der RUHRSTRUKTUR.
Als studierter Bergmann und energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion im Bundestag setzte er seine Kenntnisse des Bergbaus, der Region und ihrer Probleme beispiellos für Lösungswege ein.

1996 wurde das Tätigkeitsfeld der Gesellschaft räumlich und inhaltlich erweitert, um sich in neuer Form den aktuellen Herausforderungen und Chancen des Strukturwandels stellen zu können.
Wesentliche Berücksichtigung finden nun das Denken und Handeln in einer starken und wettbewerbsfähigen Region für den globalen Erfolg.

Westfalenstruktur bündelt daher eigene, interne Erfahrung wie auch die Erfahrungen externer Persönlichkeiten, Unternehmen, Verbände und Institutionen im Rahmen der kooperativen Zusammenarbeit.

Unsere Angebote: Know-how und Know-who. 
Der Know-how- Austausch auf hohem Niveau findet statt in

•Vortragsveranstaltungen
•Workshops
•Symposien
•Fachgesprächen
•Seminaren.
 

Westfalenstruktur ist Drehscheibe für Begegnungen, Know-how- und Know-who-Transfer sowie Ansprechpartner und Vermittlungsagentur für Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Die Veranstaltungen berücksichtigen Anregungen der Mitglieder und behandeln stets strukturpolitisch bedeutsame Komplexe Westfalens.

    Westfalenstruktur ist Know-who-lnstanz.
    Der Verein kooperiert mit Institutionen, Kammern, Verbänden, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
    Daraus ergeben sich wichtige, qualifizierte Kontakte für alle Mitglieder.
    Zur Herstellung bzw. Vertiefung wirtschaftlicher Kontakte wird die Teilnahme an Delegationen ermöglicht.
    Dabei kommen entweder Reisen in das europäische und außereuropäische Ausland oder die Kontaktaufnahme mit ausländischen Delegationen in Westfalen in Betracht.
    Westfalenstruktur stellt den Mitgliedern eigene bzw. die von der Gesellschaft unterstützten wissenschaftlichen Untersuchungen zum wirtschaftlichen und sozialen Geschehen in Westfalen zur Verfügung.

Perspektiven der Wirtschaftbeziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland. 
S.E. Mei Zhaorong, Botschafter der Volksrepublik China (Auszug aus einer Rede)
Für die Weltöffentlichkeit gibt es heute keinen Zweifel daran, daß sich China seit der Einführung der Reform- und Offnungspolitik vor 18 Jahren gewaltig verändert hat und weiterhin mit großen Schritten voranschreitet.
Dennoch gibt es in den westlichen Medien bezüglich der Entwicklung Chinas unterschiedliche Einschätzungen.
Manche möchten nur Probleme in der Entwicklung sehen und bemühen sich, ein pessimistisches Bild zu malen.
Sie handeln nach der Devise "Good news are no news".
Es gibt aber auch eine andere extreme Betrachtungsweise, die meint, das Erstarken Chinas könnte für die übrige Welt eine Bedrohung darstellen, man müßte es also eindämmen.
Wie sieht es in China wirklich aus?
Welche Bedeutung hat die Entwicklung Chinas für die Welt?
Welche Chance ergibt sich daraus für die chinesisch-deutschen Beziehungen?
Wir Chinesen pflegen zu sagen: "Einmal sehen ist besser als hundertmal hören."
In diesem Sprichwort steckt die tiefschürfende Weisheit, daß man von Fakten ausgehen und durch eigene Anschauung Urteile bilden soll.

In einer Zeitspanne von 18 Jahren vergrößerte sich der Konsumgütermarkt Chinas um das 12,7-fache, das Einzelhandelsvolumen der Konsumgüter stieg im Schnitt um 17,2 Prozent pro Jahr.
Das Lebensniveau der chinesischen Bevölkerung hat sich beachtlich verbessert, das Einkommen der städtischen und ländlichen Bevölkerung stieg jeweils um das 10- bzw. 9-fache, was eine durchschnittliche Jahreszuwachsrate von 15,5 Prozent bzw. 14,8 Prozent bedeutet.

Mit der Reform und Öffnung wurden gesellschaftliche Umwälzungen ausgelöst, die man als revolutionär bezeichnen kann.
So ist der Grundrahmen des angestrebten sozialistischen Marktwirtschaftssystems, in dem eine abgestufte makroökonomische Steuerung durch die zentrale und regionale Regierungen hauptsächlich mit Hilfe ökonomischer Mittel erfolgt, bereits entstanden.
Der Marktmechanismus spielt schon eine dominierende Rolle.
Es ist ein neues Eigentumssystem entstanden, bei dem das Gemeindeeigentum die Dominanz behält, aber verschiedene Wirtschaftssektoren wie die Staats-, Individual- und Privatwirtschaft sowie Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung nebeneinander bestehen, gleichberechtigt konkurrieren und sich gemeinsam entwickeln.
Die Reform bzw. der Aufbau des sozialen Absicherunssystems wird schrittweise vorangetrieben.

Mit der Intensivierung der internationalen Wirtschaftsaktivitäten ist die chinesische Wirtschaft zunehmend mit der Weltwirtschaft verbunden.
Der Außenhandel Chinas hat sich in den letzten fünf Jahren besonders rasch entwickelt.
Die durchschnittliche Jahreswachstumsrate erreichte 19,5 Prozent.
Das Außenhandelsvolumen Chinas im Jahr 1995 betrug 280 Mrd. US-Dollar, damit ist China im Welthandel vom 32. Platz im Jahr 1978 auf den 11. gerückt.

Gemäß den internationalen Regeln wurde eine Reihe von Außenhandelsgesetzen und Gesetzen über ausländische Investitionen verabschiedet, die die Bedingungen für ausländische Investitionen wesentlich verbessert haben.
Die Summe der ausländischen Investitionen allein in den vergangenen fünf Jahren betrug 110 Mrd. US-Dollar.
Bis Juni 1995 sind 273.325 Projekte mit ausländischer Kapitalbeteiligung genehmigt worden, die real eingesetzten Investitionen aus dem Ausland betragen etwa 155 Mrd. US-Dollar.

Beim Rückblick auf den zurückgelegten Weg können wir viele Gründe für unsere Erfolge feststellen, wobei die wichtigsten Erfahrungen meines Erachtens folgende sind:

1. Wir kopierten kein ausländisches Modell, gehen stets einen eigenständigen Weg.

2. Wir halten stets daran fest, den Wirtschaftsaufbau in den Mittelpunkt aller Arbeit zu stellen und die Politik der Reform und Öffnung unbeirrbar fortzuführen.

3. Die politische Stabilität im Inneren muß gewahrt bleiben und eine friedliche internationale Umgebung gesichert sein.

4. Wirtschaftliche und politische Reformen müssen Hand in Hand gehen, wobei die Wirtschaft als Basis vorangehen muß.
In den kommenden 15 Jahren sollen schwerpunktmäßig Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft, Verkehrswesen, Telekommunikation, Wissenschaft und Technik sowie Bildungswesen entwickelt werden.
Zwecks rationeller Umgestaltung der Industriestruktur sollen Grundlagenindustrie und die Infrastruktur kräftig gefördert und der Maschinenbau, die Elektronik, die Petrochemie, die Autoindustrie und die Bauindustrie weiter ausgebaut werden.
Darüber hinaus ist der tertiäre Sektor stärker zu entwickeln.

Erfreulich ist, daß das Interesse der deutschen Wirtschaft an direkten Investitionen in China in letzter Zeit stark gewachsen ist.
Wichtige Projekte wurden vereinbart bzw. sind in Verhandlung.
Wir sind der Meinung, daß sowohl der traditionelle Handel in beide Richtungen wie auch die deutschen Investitionen in China weitgehend ausbaufähig sind.
Neben großen Firmen sind mittelständische Betriebe mit ihren Spitzentechnologien und Produkten in China immer mehr gefragt, hier liegen große Möglichkeiten, die auszuschöpfen sind.

Auf die Mitglieder kommt es an.
Westfalenstruktur lebt und agiert durch die Anregungen, Herausforderungen und die Kritik seiner Mitglieder.

Mitglieder des gemeinnützigen, eingetragenen Vereins sind Einzelpersonen, kleine, mittelständische und Großunternehmen, Verbände und Institutionen, die gemeinsam Westfalen stärken und nach vorne bringen wollen.
Die Mitglieder leisten einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung beschlossen wird.
Der Verein wird weiter durch freiwillige Spenden finanziert.

Die Mitglieder unterstützen den Verein bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen Zwecke.
Als oberstes Organ legt die Mitgliederversammlung insbesondere die Richtlinien für das Arbeitsprogramm fest und wählt den Vorstand.

Die Mitgliederversammlung kann aus ihrer Mitte weiter einen aus bis zu 20 Personen bestehenden Beirat wählen, welcher den Vorstand in allen grundsätzlichen Fragen berät und von diesem in allen grundsätzlichen Angelegenheiten zu unterrichten ist.

Wir für Sie für Westfalen. 
Sie, Ihre Fragen, Wünsche, Anregungen und Ihre Kritik sind uns jederzeit herzlich willkommen.

Sie geben uns damit neue Ideen, Herausforderungen und Optimierungsmaßstäbe.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Besuch auf einer der nächsten Veranstaltungen.

 
WESTFALENSTRUKTUR
Gesellschaft für Strukturpolitik in Westfalen e.V.
Geschäftsstelle: c/o N•K•P•S - Frau Müller
Rheinlanddamm 199 • 44139 Dortmund

Telefon: 0231 / 2255 - 102
Telefax: 0231 / 2255 - 109

Satzung der »Westfalenstruktur« Beitritts-Erklärung (PDF-Datei)
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